Und mächtig wogen durch die Nacht
Die feierlichen Klänge,
Als ob sich überm Feld der Schlacht
Walkürenruf erschwänge.
Und wie der erste Ton erschallt,
Beginnen graue Schemen,
Vom Blachfeld her durch Busch und Wald
Lautlos den Weg zu nehmen.
Geschloss'nen Auges, Schritt vor Schritt
Nah'n die erschlag'nen Sieger.
Kein Grashalm biegt sich unterm Tritt
Der geisterhaften Krieger.
Fahl wie ein Nebeldunstgespinst
Zieht vor dem Heer ein Ritter.
Ein morscher Totenschädel grinst
Aus des Visieres Gitter.
Ihm folgt ein langer Reiterzug,
Schwadronen an Schwadronen,
Die Schwerter stumpf, der Rosse Bug
Mit Schlachtentau beronnen.
Gewehr im Arm marschier'n im Kampf
Gefall'ne Musketiere,
Geschwärzt von Rauch und Pulverdampf
Gemeine und Offiziere.
Ein Lächeln stolz und siegbewußt
Schwebt um den Mund der Bleichen.
Die Todeswunden an der Brust
Sind ihre Ordenszeichen.
So defiliert zurn letztenmal
Die treu'ste der Armaden
Vor ihrem alten Feldmarschall
Und ihren Kameraden.
Es ladet die Retraite zur Ruh' -
Gehorsam zieh'n die Braven
Dem letzten Standquartiere zu
Und geh'n in Frieden schlafen.