Alfred Lichtenstein

Komm Schwester

1

Komm Schwester, gib mir Deine Hand
Wir wolln gemeinsam ein Stück Weges ziehn
Im Schatten, wo die grauen Blumen blühn
Und abseits schreitend, alle Laute fliehn
Komm Schwester –

2

Die Schatten kühlen... Schwesterlein
Sie kühlen jedes Leid so zart und lind
Wie Kinderkuss, wie weicher weisser Wind
Die Schatten kühlen und die Nacht ist blind
Komm Schwester

3

Hüll deine Trauer in sie ein
Du kleine liebe Kummerkönigin
Komm Gute - - Zielirr, ohne Zweck und Sinn
Und schweigend schreiten wir still für uns hin
Durchs Dunkel - -