Die Quaterne


                Vom Lottodämon hart geplagt,
Beschlossen vier Pariser Damen,
Die niemals den Gewinnst bekamen,
Dem sie schon lange nachgejagt,
Den Aberwitz um Rath zu fragen.
Das hatten sie schon oft gethan
Und wußtens nicht. Der goldne Wagen
Hielt mit Geräusch am Tollhaus an.
Sie steigen aus: die Thüren knarren:
Sie schaudern, und beym ersten Narren,
Es war ein grauer Alchymist,
Verweilen sie. Die Schönen baten
Den düstern Greis beym Trismegist,
Vier Numern ihnen anzurathen,
Die als Quaterne dann sein Glück
Im Lottorad versuchen sollen.
Der Alte thut mit heiterm Blick,
Was die geputzten Damen wollen,
Die dem Papier mit frohem Drang
Die reichen Zahlen anvertrauen.
Laßt, rief der Greis, mich sie beschauen!
Man gab sie ihm und er verschlang
Die Ziffern flugs wie Mandelkerne.
Nun sprach er nach vollbrachtem Schmauß,
Verziehet hier denn die Quaterne
Kömmt heute noch gewiß heraus.


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