Sie haben ganz, o Kind, um das wir trauern,
    Mit Blumen dich und Kränzen überdecket;
    Die werden tief nun, wo du liegst gestrecket,
    Mitmodernd, deinen Leib nicht überdauern.
Und wann des Frühlings Lüfte wieder schauern,
    Sind neue Blumen deiner Gruft erwecket;
    Die werden blühn, von keinem Aug' entdecket,
    Und welken hinter freudelosen Mauern.
Dein Vater aber, der sich nennt ein Dichter,
    Er möchte dich, und dauerhafter, krönen;
    Sein ganzes Leid für dich in Kränze flicht er.
O bliebe nur ein Ton von diesen Tönen
    Durch Göttergunst entzogen dem Vernichter,
    Ein ew'ges Denkmal früh verblichnem Schönen!


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