Wie sie abgehen, erwacht Zettel.
Zettel.
Wenn mein Merkwort kömmt, so ruft mir, und ich will antworten.
Mein nächstes ist - - O schönster Pyramus - - hey! Holla!
- - Peter Squenz, Flaut der Blasbalgfliker! Schnauz, der Keßler!
Schluker! Beym Element, sie sind alle fortgelauffen; und lassen
mich hier schlaffen. Ich habe eine höchst seltsame Vision
gehabt. Ich hatte einen Traum, es geht über Menschen-Wiz
zu sagen, was für ein Traum das war: Ein Mensch ist nur ein
Esel, wenn er sich einfallen lassen will, diesen Traum zu begreiffen.
Mich dünkte ich war, kein Mensch kan sagen was. Mich dünkte
ich war, und mich dünkte ich hatte - - Doch ein Mensch wäre
nur ein ausgemachter Narr, wenn er sich dafür austhun wollte,
zu sagen was ich hatte. Keines Menschen Auge hat gehört,
keines Menschen Ohr hat gesehen; keines Menschen Hand ist vermögend
zu schmeken, noch seine Zunge zu begreiffen; noch sein Herz zu
erzählen, was mein Traum war. Ich will Peter Squenz bitten,
daß er einen Gesang aus diesem Traum mache; er soll Zettels
Traum genennt werden, und ich will ihn zu Ende des Spiels vor
dem Herzog absingen; vielleicht, um es noch graziöser zu
machen, will ich ihn singen, wenn ich mich erstochen habe.
(Geht ab.)